Böttner-Orgel der Liebfrauenkirche Frankenberg

Foto: Daniel Gárdonyi, 2012

 

Disposition der Böttner-Orgel von 1970/71

 
I Schwellwerk II Hauptwerk III Brustwerk Pedal
Grobgedackt 8' Rohrpommer 16' Rohrflöte 8' Prinzipalbaß 16'
Weidenpfeife 8' Prinzipal 8' Gedackt 4'  Subbaß 16'
Prinzipal 4' Spitzgedackt 8' Prinzipal 2' Oktavbass 8'
Koppelflöte 4' Oktave 4' Gemsquinte 1 1/3' Rohrgedackt 8'
Rohrnasat 2 2/3' Nachthorn 4' Zimbel 4fach 2/3' Gemshorn 4'
Trichterflöte 2' Prinzipalquinte 2 2/3' Hörnlein 2fach 3/5' + 8/9' Oktavbass 4'
Terz 1 3/5' Oktave 2' Krummhorn 8' Dolcan 2'
Prinzipalquinte 1 1/3' Waldflöte 2' Tremulant Hintersatz 5fach 5 1/3'
Septime 1 1/7' Sesquialter 3fach   Posaune 16'
Sifflöte 1' Mixtur 6fach 1 1/3'   Trompete 4'
Scharff 4fach 1' Zimbel 3fach 1/2'    
Dulzian 8' Trompete 8'    
Tremulant      

Koppeln: III/I, III/II, I/II, III/P, II/P, I/P

Effektregister: Vogelgeschrei

Elektronische Setzeranlage mit 4000 Kombinationen

 

Geschichte

1318 erhielt die Liebfrauenkirche eine erste Orgel. Über dieses Instrument und das nachfolgende des Göttinger Meisters Paul (Bauzeit 1546-1549) sind keine näheren Angaben überliefert.

1811 wurde die 1745 von Johann Philipp Seuffert erbaute Orgel des Benediktinerklosters Grafschaft bei Schmallenberg in die Frankenberger Liebfrauenkirche überführt. Das zweimanualige Instrument stand zunächst im Chorraum und wurde später auf die Empore versetzt. Im Laufe ihrer Geschichte hat die Seuffert-Orgel viele Veränderungen erfahren. 1954-57 erfolgte eine Renovierung durch die Firma Walcker, Ludwigsburg. Die Orgel erhielt in dieser Zeit ein neues Gehäuse. In diesem Gehäuse befindet sich, erweitert um das Brustwerk, die jetzige Böttner-Orgel.

1970-1971 errichtete der Frankenberger Orgelbaumeister Wolfgang Böttner ein neues dreimanualiges Orgelwerk im Sinne der Orgelbewegung. Das Instrument besitzt 41 Register, mechanische Schleifladen und elektrische Registratur. Im Jahr 2015 erhielt die Orgel eine Setzeranlage mit 4000 Speicherplätzen.